Wie viel kostet ein Hörgerät? Hier ist die Liste
Hörgeräte sind kleine elektronische Geräte, die in oder hinter dem Ohr getragen werden, um einige Geräusche zu verstärken und eine Person mit Hörverlust besser hören zu lassen. Es gibt verschiedene Arten von Hörgeräten, einschließlich Im-Ohr-, Hinter-dem-Ohr- und implantierbaren Geräten. Die Wahl des richtigen Hörgeräts hängt von der Art und Schwere des Hörverlusts, dem Lebensstil und dem Budget ab. Die Preise für Hörgeräte können stark variieren, abhängig von der Marke, dem Modell und den Funktionen. Die Kosten können zwischen 700€ und 3000€ pro Gerät liegen. Es ist wichtig zu beachten, dass Sie möglicherweise auch zusätzliche Kosten für Batterien, Wartung und Reparaturen haben. Bitte beachten Sie, dass alle genannten Preise Schätzungen sind. Für genaue Informationen empfehlen wir, eigene Recherchen durchzuführen und die Websites der Anbieter direkt zu besuchen.
Der Preis eines Hörgeräts setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: der eigentlichen Technik, der individuellen Anpassung durch den Hörakustikbetrieb, Serviceleistungen über die Versorgungsdauer sowie eventuellem Zubehör. In Deutschland spielt zusätzlich die Frage der Erstattung eine große Rolle, denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt einen Festbetrag, sofern eine medizinische Indikation vorliegt und eine Verordnung ausgestellt wurde. Die tatsächliche Zuzahlung hängt dann von Modellwahl und Komfortmerkmalen ab.
Wie viel kostet ein Hörgerät? Hier ist die Liste
Grundsätzlich lässt sich der Markt in drei grobe Preiszonen einteilen, jeweils pro Ohr gedacht: Kassenmodelle mit sehr geringer oder keiner privaten Zuzahlung, Mittelklassegeräte mit moderater Zuzahlung und Premiumgeräte mit erweiterter Automatik, Störlärmreduktion und Konnektivität. In vielen Fällen ist eine zuzahlungsfreie Versorgung möglich (zzgl. gesetzlicher Zuzahlung von 10 Euro), während für Komfort- und Premiumfunktionen häufig Zuzahlungen im Bereich von etwa 500 bis 2.500 Euro pro Ohr anfallen. Die Spanne resultiert aus unterschiedlichen Chipgenerationen, Bauformen und dem Umfang der Nachbetreuung.
Hörgeräte: Ein Überblick der Technologien
Technisch dominieren heute digitale Hinter-dem-Ohr- und RIC-Bauformen (Receiver-in-Canal). Sie bieten adaptive Richtmikrofone, Mehrkanal-Signalverarbeitung, Rückkopplungsmanagement sowie häufig eine App-Steuerung. Im-Ohr-Varianten (ITE/ITC/CIC) sind diskret, erfordern aber eine präzise Maßanfertigung. Wiederaufladbare Akkus setzen sich zunehmend durch und sparen Folgekosten für Einwegbatterien, während Bluetooth-Funktionen Telefonate, Streaming und Fernanpassung ermöglichen. Wichtig ist die professionelle Feinanpassung: Sie stellt sicher, dass die Verstärkung zum individuellen Hörverlust, zum Ohrakustikprofil und zu Alltagssituationen passt.
Marken und Modelle von Hörgeräten im Vergleich
Mehrere internationale Hersteller prägen den Markt, darunter Phonak, Signia, Oticon, Widex und ReSound. Ihre Top-Serien unterscheiden sich weniger durch reine Lautstärke als durch Feinheiten: Wie stabil bleiben Sprache und Räumlichkeit bei wechselnden Geräuschkulissen? Wie komfortabel gelingt das Umschalten zwischen Situationen? Wie gut funktionieren App, Akkulaufzeit und Anbindung an Smartphones oder Zubehörmikrofone? Mittelklasse-Modelle bieten oft ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, während Premiumserien für anspruchsvolle Hörumgebungen entwickelt sind. Kassenmodelle decken die medizinische Grundversorgung ab und können für ruhige bis mäßig laute Umgebungen ausreichen.
Als Orientierung helfen reale, unverbindliche Zuzahlungsspannen aus der Praxis. Sie variieren je nach Akustikbetrieb, Region, Anpassaufwand und enthaltenem Servicepaket.
| Product/Service | Provider | Cost Estimation |
|---|---|---|
| Kassenmodell (Basis-RIC oder BTE) | Diverse Hersteller | 0–100 € Zuzahlung pro Ohr plus gesetzl. 10 € |
| Audéo Lumity L90-R (RIC, Akku) | Sonova/Phonak | ca. 1.300–2.500 € Zuzahlung pro Ohr |
| Pure Charge&Go 7IX (RIC, Akku) | WS Audiology/Signia | ca. 1.200–2.500 € Zuzahlung pro Ohr |
| Real 1 miniRITE R (RIC, Akku) | Demant/Oticon | ca. 1.200–2.400 € Zuzahlung pro Ohr |
| OMNIA 9 RIE (RIC, Akku) | GN ReSound | ca. 1.000–2.200 € Zuzahlung pro Ohr |
Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen und können sich im Zeitverlauf ändern. Eigene Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.
Preise von Hörgeräten: Was kostet gutes Hören?
Mehr Komfort bedeutet meist mehr Rechenleistung und Softwarefunktionen, was die Zuzahlung erhöht. Auch Bauform, Akku statt Einwegbatterien, Direktstreaming und Zubehör (z. B. TV-Streamer, Ansteckmikrofone) spielen hinein. Ein grober Praxisrahmen pro Ohr: Kassenversorgung mit 0–100 € Zuzahlung, Mittelklasse oft 500–1.500 €, Premium typischerweise 1.000–2.500 €. Hinzu kommt die gesetzliche Zuzahlung von 10 € pro Gerät. Wartung, Reparaturen und Nachjustierungen sind meist in Servicepaketen über die Versorgungszeit (typisch sechs Jahre) enthalten; Details legt der jeweilige Akustikbetrieb fest.
Kassenleistungen und Zuzahlungen bei Hörgeräten
Mit Verordnung durch HNO-Ärztin oder HNO-Arzt beteiligt sich die GKV an den Kosten durch einen Festbetrag pro Ohr. Je nach Krankenkasse und Vertrag liegt dieser häufig im mittleren dreistelligen Bereich; in der Praxis bewegen sich Festbeträge oft etwa zwischen 685 und 840 Euro pro Ohr. Wird ein zuzahlungsfreies Modell gewählt, bleibt nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Hilfsmittel. Für Komfort- oder Premiumgeräte ist die Differenz zwischen Festbetrag und Gesamtpreis privat zu tragen. Privatversicherungen erstatten je nach Tarif; maßgeblich sind die individuellen Vertragsbedingungen. Wichtig sind eine sorgfältige Vergleichsanpassung mehrerer Modelle, Dokumentation der Hörtests und ein transparentes Angebot, das Gerätepreis, Serviceleistungen, Laufzeit und mögliche Folgekosten ausweist.
Ein kurzer Blick auf Folgekosten: Akkugeräte sparen Batteriekäufe, benötigen aber nach einigen Jahren ggf. einen Akkutausch. Bei Batteriegeräten fallen regelmäßig Kleinstmengen-Kosten an. Reinigung, Schallschläuche, Domes oder Otoplastiken können über die Zeit erneuert werden; inwieweit das im Service enthalten ist, variiert.
Abschließend lässt sich sagen: Die passende Wahl richtet sich nach Hörprofil, Alltagssituationen und Prioritäten bei Komfortfunktionen. Kassenmodelle sichern die Grundversorgung, Mittelklasse und Premium können Sprache in komplexen Umgebungen zusätzlich stabilisieren. Entscheidend ist die Qualität der Anpassung und eine realistische Erwartung an das, was Technik in unterschiedlichen Hörumgebungen leisten kann.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Für eine persönliche Einschätzung und Behandlung wenden Sie sich bitte an qualifizierte medizinische Fachkräfte.